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Informationen zum Thema Schwammspinner in der Stadt Gunzenhausen

Auf dieser Seite wollen wie Sie über den aktuellen Stand und die Maßnahmen zum Thema Schwammspinner in Gunzenhausen informieren.

Stand: 28.06.2019

Für Fragen, Anregungen, etc. können Sie sich direkt mit uns via Telefon unter 09831/508-197 oder per Mail an in Verbindung setzen.

10.07.2019: Empfehlungen für vom Schwammspinner betroffene Gartenbesitzer

Die Auswirkungen des Schwammspinnerbefalls entspannen sich inzwischen. Während sich der Kahlfraß im Osten des Burgstallwaldes noch fortgesetzt hat, kommt nunmehr an Bäumen im zentralen Bereich des Waldes der Johannistrieb zum Vorschein. Dies wird den geschwächten Laubbäumen helfen und eröffnet die Chance, dass das Ausmaß des Absterbens von Bäumen reduziert wird.

Auch in den Privatgärten besteht Aussicht, dass zumindest ein Teil von Büschen und Pflanzen nicht verloren ist. Fachleute empfehlen deshalb, die vom Fraß oder Kahlfraß betroffene Bepflanzung nicht vorschnell zu entfernen, sondern abzuwarten. Zudem wird angeraten, Anfang August, wenn die Vegetation eine Pause einlegt, einen Rückschnitt vorzunehmen. Dieser erleichtert den Pflanzen die Regeneration. Wenn begleitend bewässert wird, fördert dies die Erholung der Laubsträucher. Nadelgehölze, insbesondere Fichten, werden nach Auskunft der Fachleute nicht mehr austreiben.

Außerdem sollte der Bewuchs gerade in den Privatgärten auf verpuppte Schwammspinner untersucht werden. Diese sollten, sofern sie erreichbar sind, abgesammelt und entsorgt werden. Zu finden sind die Puppen bevorzugt an Regentonnen, Dachrinnen, Fensterbrettern und Fensterrahmen.

Ein Absammeln von Raupen bzw. Entfernen von Gespinsten an den Bäumen des Burgstallwaldes auf einer Fläche von 113 Hektar, wo pro Hektar ca. 200 – 400 Bäume stehen, ist dies indes nicht möglich bzw. nicht zu leisten.

 

 

 

28.06.2019: Entsorgung aktualisiert

Entsorgung

Aufgrund der nun heißen Witterung und der Nähe zum Wald wird eine Verbrennung von Schwammspinnern und Gartenabfällen aller Art in den privaten Grundstücken nicht mehr geduldet. Der Durchführung eines Nutzfeuers in der Nähe des Waldes kann somit nicht mehr zugestimmt werden. Das Verwenden von offenem Feuer (z. B. Gasbrenner) im direkten Bereich des Burgstallwaldes ist strengstens untersagt.

Dafür können nun folgende Entsorgungsmöglichkeiten angeboten werden:

Holziger Abfall (Heckenschnitt, Baumschnitt etc.)
In Absprache mit der Firma Städtereinigung Ernst in Aha kann dort, in gewohnter Weise, holziger Gartenabfall abgegeben werden. Die zuerst angedachten Sammelstellen sind somit nicht notwendig. Bei der Abgabe ist auf die Belastung mit Schwammspinner hinzuweisen.

Rasenschnitt
Die Abgabe von Rasenschnitt, der mit Schwammspinner belastet ist, kann ebenfalls bei der Firma Städtereinigung Ernst in Aha erfolgen.

Die Öffnungszeiten der Grüngutannahme sind wie folgt:
Montag bis Freitag, 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Samstag, 09:00 Uhr bis 13:00 Uhr.

28.06.2019: Folienzäune bleiben noch zwei Wochen stehen

Die Arbeitsgruppe Schwammspinner hat entschieden, die Folienzäune noch weitere zwei Wochen am Burgstall stehen zu lassen, um eventuell noch nachkommende Raupen möglichst effektiv aufzuhalten.

25.06.2019: Verpuppungsprozess hat begonnen - schnelles Absaugen hilft

Heute konnte festgestellt werden, dass der Verpuppungsprozess der Schwammspinnerraupen begonnen hat. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten empfiehlt, die Puppen jetzt zügig abzusaugen, wenn sie noch nicht an den Hausfassaden festgeklebt sind.

24.06.2019: Wegen Trockenheit nicht mit offenem Feuer arbeiten

Private Hauseigentümer werden gebeten, zur Bekämpfung des Schwammspinners wegen der Trockenheit und der Nähe zum Burgstallwald nicht mit Flammenwerfern zu arbeiten.

24.06.2019: Touristische Einrichtungen nicht vom Schwammspinner betroffen

Die touristischen Einrichtungen in Gunzenhausen, den Ortsteilen und am Altmühlsee sind nicht vom Schwammspinnerbefall am Burgstallwald betroffen. Der Burgstallwald befindet sich im Südosten der Stadt. Dabei handelt es sich nur um einen kleinen Teil im Stadtgebiet. Urlaubsgäste können ihre Ferien uneingeschränkt genießen.

24.06.2019: Waldbad am Limes ohne Einschränkung nutzbar

Für das Waldbad am Limes gibt es Entwarnung. Der Zulauf der Raupen aus dem nahen Burgstallwald konnte durch die verschiedenen Maßnahmen unterbrochen werden. Deswegen ist das Bad - das im Übrigen nie geschlossen werden musste - ohne Einschränkung nutzbar.

19.06.2019: Abfallentsorgung

Die Entsorgung der abgesammelten Raupen sollte nicht über die Kanalisation erfolgen. Die Raupen können im Recyclinghof in Gunzenhausen abgegeben werden.

19.06.2019: Weiteres Vorgehen

Die Arbeitsgruppe Schwammspinner, bestehend aus Bürgermeister Fitz, Staatsforsten, dem örtlichen Forstamt, Feuerwehr, Verwaltung und Bauhof, hat sich inzwischen entschlossen, zum Schutz der Menschen, das Grün zwischen der Foliensperre und den Privatanwesen mit dem Mittel Foray ES, einem Mittel, das innerhalb von 10 Tagen biologisch abgebaut wird, abzuspritzen. Der Bereich wird während dieser 10 Tage abgesperrt.  

In der Zwischenzeit kommen die Schwammspinnerraupen auch an der Frickenfelder Straße aus dem Wald.  

Die Anwohner im Bererich der Frickenfelder Straße/Ostvorstadt erhalten heute ein Infoschreiben der Stadt. Darin sind die Maßnahmen beschrieben, die in dem Bereich von der öffentlichen Hand getroffen werden. Zudem sind Maßnahmen aufgezeigt, die Grundstückseigentümer für sich und ihre Anwesen ergreifen können.  

In diesem Bereich fährt seit Dienstag früh ständig die Kehrmaschine der Stadt, um die auf dem Weg befindlichen Raupen aufzusammeln, bevor sie die Straße überqueren. Auch am Waldrand an der Frickenfelder Straße wird am Freitag vom Bauhof und den Mitarbeitern der Staatsforsten begonnen, einen Folienzaun mit Klebefolie aufzubauen. Am Samstag werden sie vom THW und der Freiwilligen Feuerwehr unterstützt. Auch an der Frickenfelder Straße wurde am Mittwoch der Waldsaum mit Foray ES gespritzt.

Der städtische Bauhof ist ständig - auch am Feiertag und am Wochenende - mit der Kehrmaschine unterwegs. Weitere Mitarbeiter saugen die hinter der Folie gesammelten Raupen ab und leeren die Eimer mit den gesammelten Raupen.  

Zudem hat Bürgermeister Fitz die Anwohner der Anwesen nördlich der Leonhardsruhstraße zu einem Gespräch eingeladen. Neben den Informationen zu den getroffenen und vorbereiteten Maßnahmen war auch zu vernehmen, dass diese bereits Wirkung zeigen. Die Anwohner haben die Belastungen und Beeinträchtigungen durch die Schwammspinner sehr deutlich aufgezeigt.

In dem sehr konstruktiven, annähernd dreistündigen – Gespräch wurde aber auch deutlich, dass ein erfolgreiches Vorgehen gehen die Naturkatastrophe am besten gelingt, wenn alle an einem Strang ziehen.

18.06.2019: Maßnahmen gegen Schwammspinner greifen

Entgegen anderslautender Meldungen arbeitet die Stadt Gunzenhausen – insbesondere Bürgermeister Karl-Heinz Fitz - seit über einer Woche intensiv an Lösungen für das Problem Schwammspinner,  obwohl der Burgstall zu 70 % zu den Staatsforsten und damit zum Freistaat Bayern gehört. Folglich fällt das Problem nicht in die Zuständigkeit der Stadt. Dennoch lässt der Bürgermeister die Anwohner des Burgstallwaldes nicht alleine.  

Gleich nach Bekanntwerden der Plage durch die Anwohner beauftragte er – schnell und unbürokratisch - zwei Fachfirmen, dort Unterstützung zu leisten, wo gesundheitliche Gefahr in Verzug war. Gleichzeitig wandte er sich in einem Schreiben an den Ministerpräsidenten in dem er deutlich macht, dass die Stadt zwar in Vorleistung getreten sei, vom Freistaat aber eine Kostenerstattung erwarte.  

Er rief einen runden Tisch mit allen Beteiligten – Staatsforsten, Feuerwehr, Verwaltung und Bauhof, Fachfirmen – ein, um schnell Lösungen zu finden. Mitarbeiter des Bauhofes sind nun ständig auf den Straßen und Wegen am Waldrand mit der Kehrmaschine unterwegs, um die Raupen aufzusammeln, die versuchen, über die Wege in die Privatgärten zu kommen.

Entlang des Waldes wurden und werden vom städtischen Bauhof, der Freiwilligen Feuerwehr Gunzenhausen und Mitarbeitern der Staatsforsten 70 cm hohe Fangzäune mit Klebefolien auf der Waldseite aufgebaut, an denen die Raupen nicht hochklettern können. Gleichzeitig sind mit Wasser gefüllte Eimer mit Spülmittel bodengleich eingegraben, wo sich sehr viele Schwammspinnerraupen fangen. An den Barrieren werden ständige Kontrollen durchgeführt.  

Der Bürgermeister hat nun die Anwohner zu einer Besprechung eingeladen, wo über die laufenden und kommenden Maßnahmen berichtet wird und die Anwohner Empfehlungen an die Hand bekommen, wie sie sich und ihre Häuser selber besser schützen können.  

Inzwischen ist aus den Reihen der Anwohner zu hören, dass die Masse der Raupen zurückgeht und sie eine kleine Erleichterung verspüren.  

Viele Anfragen kommen inzwischen auch aus dem touristischen Bereich. Dazu ist zu sagen, dass der Schwammspinnerbefall nur einen kleinen Teil des Stadtgebietes betrifft und die Tourismuseinrichtungen nicht betroffen sind. Lediglich das Waldbad am Limes liegt am Burgstallwald. Dort sind täglich von früh bis spät zwei Mitarbeiter mit dem Absaugen beschäftigt, dass die Badegäste keine Beeinträchtigungen des Badebetriebes in Kauf nehmen müssen.  

Im Bereich der Seen gibt es keinen Befall durch Schwammspinnerraupen.

Für Anwohner, die Hilfe bei der Bekämpfung der Raupen in Anspruch nehmen wollen, nachstehend die Kontaktadressen:

GETMAS Baumpflege
Peter Körzendörfer
Lindenstraße 6
91798 Höttingen
Tel. 09141-901670
0178-5884488
www.getmas.de

oder

Martin Hirsch
Baumpflege & Forstwirtschaft
Höfstetten 3
91567 Herrieden
Tel. 0981-2818
0172-8633890
info@hirsch-arboristik.de

Agrarservice Hofmann
Güssübelstraße 4
91183 Abenberg
Tel. 0160-7410041