Stadt Gunzenhausen - Blick auf den Marktplatz

Theatersaison 2017/2018 - Neues Programmheft liegt vor

Das neue Programmheft für die Theatersaison 2017/2018 ist fertiggestellt und kann in der Tourist-Information abgeholt werden. Ein buntes Programm für jeden Geschmack und für jedes Alter wurde vom Kulturbüro zusammengestellt. Das Theaterprogramm der Stadt Gunzenhausen zieht während der Bauphase der Stadthalle dankenswerterweise in die Zionshalle der Stiftung Hensoltshöhe um. 

Das erste Stück der Theatersaison am 28. Oktober ist „Der Regenmacher“ – eine romantische Komödie von N. Richard Nash. Es spielt im Sommer 1913 – die Zeit der großen Dürre in Texas. Das Vieh verendet, die Felder vertrocknen und das ganze Dorf wartet auf Regen. Die Männer der Familie Curry warten auf Regen, aber auch auf einen Mann für die Tochter bzw. Schwester Lizzie. Da taucht plötzlich ein Fremder im Dorf auf, der verspricht, es für 100 Dollar innerhalb 24 Stunden regnen zu lassen.

Das Stück wurde 1954 uraufgeführt und 1956 mit Katherine Hepburn und Burt Lancaster verfilmt. Der Film wurde zu einem Welterfolg. 

In Gunzenhausen stehen unter der Regie von Thomas Rohmer Oliver Clemens, Magdalena Steinlein, Hartmut Schreier, Florian Thunemann, Stefan Pescheck, Max König und Dirk Mierauf auf der Bühne.  

Die Komödie „Alle unter eine Tanne“ – das so ganz andere Weihnachtsstück von Lo Malinke ist entwaffnend ehrlich, pointiert witzig und dabei einfühlsam versöhnlich. 

Vor drei Jahren haben sich die Psychotherapeutin Elli und der Arzt Robert scheiden lassen, um mit neuen Partnern zusammen zu leben. Aber keiner von beiden hat es bisher über sich gebracht, den drei erwachsenen Kindern davon zu erzählen. Deswegen wird auch in diesem Jahr die alljährliche Weihnachtsfeier wieder mit der ganzen Familie im Elternhaus inszeniert – eine mittlerweile routiniert ablaufende Farce. Aber dieses Mal gerät der Plan ins Wanken.  

Roberts neue Partnerin Chrissi will das nicht mehr dulden und quartiert sich unangemeldet ein. Sie stellt ein Ultimatum: Bis zum Abendessen sollen die Verhältnisse geklärt sein. Das Tück ist am 2. Dezember in Gunzenhausen zu sehen.  

In die Welt der Operette entführt die Operettenbühne Wien mit „Gräfin Mariza“ von Emmerich Kálmán. Mit dieser Operette schuf Kálmán einen der größten Welterfolge der Operettenliteratur und gleichzeitig einen herrlichen musikalischen Stoßseufzer in Richtung Donaumonarchie.  

Die schöne, lebenslustige und reiche Gräfin Mariza kann sich vor geldgierigen Heiratskandidaten kaum retten und fingiert daher ihre Verlobung mit dem für diese Zwecke erfundenen Koloman Zsupán. Doch welch eine Überraschung, als sich plötzlich der wirkliche Baron Zsupán, der von der Verlobung aus der Zeitung erfahren hat, auf dem Gut vorstellt und nun seine „Ansprüche“ geltend macht……

Heinz Hellberg zaubert mit seinen Inszenierungen das typisch „Wienerische“ auf die Bühne. Mit sicherem Gespür wählt er sein österreichisches Solistenensemble aus und entfacht eine Spielfreude, bei der Operettenliebhabern das Herz aufgeht. Zu sehen am 12. Januar 2018 in der Zionshalle. 

Einem ernsteren Thema widmet sich das Stück „Die Visionärin – Hildegard von Bingen“. Das Schauspiel mit Gesang und Live-Schauspielmusik ist am 3. Februar 2018 in Gunzenhausen zu sehen. 

Hildegard von Bingen scheint Gott näher gewesen zu sein als jeder Mann. Zum Ende des 11. Jahrhunderts wird in Bermersheim am Rhein ein schwächliches Mädchen mit Namen Hildegard geboren. Als zehntes Kind adeliger Herkunft war ihr ein gottgeweihtes Leben vorbestimmt. Niemand aber konnte ahnen, dass aus dem kränklichen Mädchen eine der bedeutendsten Frauen der Weltgeschichte werden sollte. 

In Zusammenarbeit mit der Autorin Susanne F. Wolf entstand ein Schauspiel, das den Lebenweg dieser außergewöhnlichen Frau nachzeichnet: Von den ersten Visionen über die Konfrontation mit den kirchlichen Instanzen und weltlichen Würdenträgern ihrer Zeit, bis hin zur Erkenntnis von der Einheit der Dinge. Im Stück verschmelzen belegte biographische Wirklichkeit und behutsam eingesetzte fiktionale Elemente zu einem faszinierenden Ganzen. Dabei entstand eine spannende theatrale Annäherung an eine Pesönlichkeit, deren Namensbedeutung Programm scheint- Hildegard: Kampf und Schutz. 

Bertolt Brecht schrieb „Der kaukasische Kreidekreis“. Nach einem Staatsstreich gegen den Großfürsten wird der reiche Gouverneur Abaschwili hingerichtet. Seine Witwe kann den Wirren der Revolution zwar entkommen, indem sie hastig ihre kostbaren Kleider zusammenpackt und fliegt. Ihren kleinen Sohn Michel lässt die selbstsüchtige Frau jedoch im Palast zurück. Die einfache und gutmütige Magd Grusche nimmt sich nach erstem Zögern des Kindes an. Da aber auf den Nachkommen des verhassten Gouverneurs ein hohes Kopfgeld ausgesetzt ist, flieht sie mit ihm in die kaukasischen Berge, wo sie bei ihrem Bruder Unterschlupf findet und Michel als ihr eigenes Kind ausgibt.

Die Moral der Geschichte resümiert der Sänger Arkadi: „Nehmt zur Kenntnis die Meinung der Alten: Dass da gehören soll, was da ist, denen die für es gut sind, also die Kinder den Mütterlichen, damit sie gedeihen“. 

„Der kaukasische Kreidekreis“ kommt am 10. März 2018 auf die Bühne der Zionshalle. 

Das letzte Stück der Theatersaison 2017/2018 ist die Komödie „Alles über Liebe“ am 14. April 2018. 

Das Ehepaar Anna und Carlos sitzen in der Paartherapie als letzten Versuch, ihre Beziehung zu retten. Vor der Therapeutin kommt es zum heftigen Streit. Mal witzig – mal bitter ernst werden in der Therapiestunde alle großen Missverständnisse zwischen Mann und Frau, Vater und Mutter, Schwiegersohn und Tochter aufs Tapet gebracht.

Zwischen den Zeilen des schnellen und pointenreichen Schlagabtauschs des Paares offenbart sich, mal auf urkomische, mal auf sehr anrührende Weise schließlich doch das Band, das Anna und Carolos zusammenhält: Die Liebe! Eine ebenso freche wie bitterböse Komödie über das romantische Ehebild und eine hemmungslose Reflexion (un-)möglicher Alternativen. Unter der Regie von Jürg Schlachter spielen Giovanni Arvaneh, Renan Demirkan und Tanja Schumann. 

Im Rahmen des Kindertheaters wird am 28. November 2017 das Stück „Pippi plündert den Weihnachtsbaum aufgeführt“. Pippi zieht mit Thomas und Annika sowie einer Menge Goldstücke los um für das Fest einzukaufen: 18 Kilo Bonbons reichen hoffentlich! Schnell noch einen großen Schluck Medusin, für alle Fälle. Und einen Schaufensterpuppenarm kann man sicher auch gebrauchen. Dann ab nach Hause. Aber halt! Wer weint denn da? Pelle und Inga steht ein trauriges Weihnachten bevor. Doch Pippi weiß immer Rat. 

Diese Neuinszenierung begeistert alle Pippi-Fans und solche, die es werden wollen. Pippis Charme ist einfach unwiderstehlich und die Inszenierung überzeugt mit viel Witz und den weltberühmten Pippi-Liedern. 

Der Kinderklassiker „Pinocchio“ – die Geschichte der berühmtesten Holzpuppe der Welt kommt als packendes Live-Erlebnis mit viel italienischem Temperament auf die Bühne der Zionshalle. 

Das für seine fantasievollen Familienshows bekannte Theater Liberi setzt den Klassiker von Carlo Collodi neu in Szene. Rasante Musik und bestens ausgebildete Musicaldarsteller  hauchen dem Pinocchio-Musical dabei stimmgewaltig Leben ein. Eine Reise voller Gefahren und Abenteuer mit Happy End. Zu sehen am 6. März 2018 in Gunzenhausen.

Theaterabos sind in der Tourist-Information erhältlich. Ein Theaterabonnement bietet viele Vorteile. Es umfasst sechs hochkarätige und interessante Theaterveranstaltungen. Diese sind günstiger als im Einzelkauf und Abonnenten haben ihren sicheren Platz. 

Einzelkarten sind in der Tourist-Information, bei allen bekannten Vorverkaufsstellen, bei www.reservix.de sowie an der Abendkasse erhältlich. 

Ein Shuttlebus bringt die Theatergäste vom ausgewiesenen Parkplatz zur Zionshalle. Auch der Theaterbus verkehrt wie gewohnt. Die Fahrt kostet 1 Euro und ist für Abonnenten kostenlos. 

Im Rahmen des Theaterrätsels gibt es wertvolle Preise zu gewinnen: Als 1. Preis winken zwei Theaterabos. Als 2. und 3. Preis gibt es jeweils ein Theaterabo und die Gewinner des 4. bis 10. Preises erhalten je zwei Freikarten für eine Aboveranstaltung ihrer Wahl.

 

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