Neue Fahrradzählstation am Altmühlsee
In Schlungenhof, genauer gesagt am Surfufer des idyllischen Altmühlsees, ist vor etwas mehr als einer Woche eine neue Fahrradzählstation in Betrieb genommen worden. Optisch wurde das Barometer der vor ca. zwei Jahren installierten Säule an der Gunzenhäuser Altmühlpromenade nachempfunden. So lächelt auch auf dieser Station das 1200 Jahre-Jubläumsmaskottchen „Gunzo“ als Comicfigur vom Fahrrad herunter. Durch die quantitative Erfassung der Zweiräder lässt sich die Nutzung der Radfahrinfrastruktur an dieser Stelle dokumentieren.
Die intelligente Station informiert live über Datum, Uhrzeit und das Zweiradaufkommen am aktuellen Tag. Außerdem wird das Gesamtjahresergebnis angezeigt. Wer sich hierüber von zu Hause aus informieren will, der findet alle Daten auch auf der Homepage des Zweckverbands Altmühlsee unter www.altmuehlsee.de. Die ersten Ergebnisse waren beeindruckend: So wurden nach nur einer Woche bereits mehr als 15000 Radfahrende gezählt.
„Die Altmühlsee-Region ist in Verbindung mit der Radlstadt Gunzenhausen ein Eldorado für Radfahrende“, betont Matthias Hörr, Vorsitzender des Zweckverbands Altmühlsee und Erster Bürgermeister der Stadt Gunzenhausen. „Gesteuerter Fahrradtourismus ist nachhaltig, umweltschonend und stärkt das regionale Wirtschaftswachstum. Außerdem lässt sich auf dem Rad unsere wunderschöne Region noch bewusster wahrnehmen. Wir wollen den Trend weiter fördern, den Status quo weiterentwickeln und das Potential voll ausschöpfen. So eine Zählstation liefert verlässliche Zahlen und hilft uns dabei, den Radverkehr in unserer Region gezielt weiterzuentwickeln.“
Die Fahrradzählstation befindet sich am Rande des einspurigen Uferwegs auf Höhe des Surfzentrums. Ermittelt werden die Daten als transparente Grundlage für Planung, Werbung und die weitere Förderung des Radverkehrs am Altmühlsee. Wobei der See schon jetzt durch ein attraktives Radwegenetz punkten kann. Empfehlenswerte Highlights sind ein rund 13 Kilometer langer, vollständig geteerter Weg um den See und die idyllischen Streckenabschnitte der überregionalen Radwege „Tauber-Altmühltal Radweg“ und „Fränkischer Wasserradweg“.
„Der Altmühlsee wurde künstlich erschaffen, steht mittlerweile jedoch wie kein zweites Gewässer in Bayern für lebensbejahende Aspekte wie Ruhe, Entschleunigung und Naturbelassenheit“, ergänzt Daniel Burmann, Geschäftsleiter des Zweckverbands Altmühlsee. „Wer dem Stress des Alltags entfliehen möchte, der ist bei uns goldrichtig. Das Fahrrad ist der perfekte Begleiter zum See und ein Schlüssel zur Seele, denn es bietet die perfekte Möglichkeit, Naturerlebnis mit Erholung zu verbinden. Von diesem Gedanken angetrieben, haben wir die besten Routen am Altmühlsee und darüber hinaus auf Radkarten gebannt. Abseits ausgefahrener Pfade werden Sie zu landschaftlichen Highlights geführt, ohne dabei lukullische Angebote außer Acht lassen zu müssen. Nähere Informationen dazu gibt es auf der Homepage des Zweckverbands Altmühlsee.“
Ermöglicht wurde das Projekt durch das vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten aufgelegte Programm „Regionalbudget für Kleinprojekte“, welches in Mittelfranken vom Amt für Ländliche Entwicklung angeboten wird und das die Hälfte der rund 15000 Euro Kosten übernommen hat. Mit der Inbetriebnahme ging ein modernes Messwerkzeug an den Start, das sowohl die Beliebtheit des Fahrrads dokumentiert, als auch wichtige Informationen für die zukünftige Entwicklung des Radwegenetzes liefert.