100 Tage Citymanagement

100 Tage Citymanagement waren Grund genug für Bürgermeister Joachim Federschmidt und Citymanager Markus Jocher, ein erstes Resümée zu ziehen. 

Citymanager Markus Jocher war Ende Juni angetreten um die im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) erarbeiteten Projekte in die Umsetzung zu bringen. Ein wichtiges Zielt ist es, zusammen mit der Gunzenhäuser Unternehmerschaft verbindliche Strukturen zu schaffen.  „Es war 100 Tage schönes Wetter und die Stimmung ist gut“ fasste Markus Jocher seine Empfindung zu diesen ersten drei Monaten zusammen. 

Das erste Projekt war die Erstellung einer Informationsbroschüre zum Citymanagement. Das Projekt „Nette Toilette“ bei dem Besuchern die Toiletten von Läden und Gaststätten kostenlos zur Verfügung stehen wurde bereits vom Seniorenbeirat angeregt und ist nun schon in der Umsetzungsphase. Die betreffenden Unternehmen werden in den nächsten Wochen mit einem entsprechenden Schild gekennzeichnet. Gunzenhausen ist mit dem Citymanagement auf dem Weg zur dritten Qualitätsstadt in Bayern zu werden. Das Projekt „Service Q“ – die Bewertung von Unternehmen nach festgelegten Qualitätskriterien geht schon in die zweite Staffel. Es geht darum – wie bereits bei der ersten Staffel im letzten Jahr – Unternehmer und ihre Mitarbeiter nach Qualitätskriterien zu schulen und dies von außen dokumentiert zu bekommen.

Für das neue Beschilderungskonzept in der Stadt wurde eine Arbeitsgruppe aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung gegründet. Die Beschilderung soll in Module aufgeteilt sukzessive in den nächsten zwei Jahren umgesetzt werden. „Dabei muss natürlich zunächst einmal entschildert werden“, so Markus Jocher. 

Wie Bürgermeister Joachim Federschmidt zu berichten weiß, wurde die Weihnachtsbeleuchtung mithilfe von Mitteln aus der Städtebauförderung komplett auf LED umgerüstet und spart so enorm viel Energie ein.

Der Citymanager hat iin der Zwischenzeit viele Unternehmergespräch geführt und sondiert, wie die Unternehmer sich selber sehen, wie sie die Stadt sehen und wie sie denken. Seine Zeit möchte er, wie er selbst sagt, in „Handeln“ investieren.

Das ISEK-Aktionsgebiet, das sich von der Weißenburger Straße bis zur Nürnberger Straße erstreckt wurde nun in sechs Quartiere eingeteilt. Für jedes einzelne Quartier gibt es inzwischen einen oder mehrere Quartierspaten, die Ansprechpartner und Mittler zwischen den Unternehmern in ihrem Quartier und dem Citymanagement sind. Um den Informationsfluss möglichst flüssig zu halten werden die Quartierspaten in Zukunft bei den Sitzungen des ISEK-Lenkungskreises dabei sein. 

Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung bezeichnet Markus Jocher als hervorragend. Er werde von den Ansprechpartnern in allen Belangen stark unterstützt. 

Für Weihnachten – die zentrale Zeit im Handel – hat das Citymanagement zusammen mit den Unternehmen bereits erste Schritte unternommen. So wird das Gunzenhäuser Christkind von den Unternehmern neu eingekleidet.

Mit ins Boot kommen die Kindertagesstätten. Jedes Jahr soll eine andere Kindertagesstätte zwei Engel stellen, die das Christkind zu bestimmten Anlässen begleiten. Die beiden kleinen Engel werden ebenfalls von den Unternehmern ausgestattet. Die Kinder aus allen Tagesstättten sind aufgerufen, Sterne zu basteln und sie in den Gunzenhäuser Geschäften in der Innenstadt abzugeben. Für jeden abgegebenen Stern bekommen die Kinder ein Los. Mit diesen Sternen werden Weihnachtsbäume auf dem Weihnachtsmarkt geschmückt, die kurz vor Weihnachten versteigert werden. Der Erlös dieser Versteigerung kommt der Kindertagesstätte zugute, die die Engel stellt.

Das Christkind verlost unter den Kindern, die die Sterne gebastelt haben von den Unternehmen gestiftete Geschenke. 

Für 2014 werden bereits jetzt Pläne geschmiedet. Sogenannte „store checks“ bieten Unternehmern die Möglichkeit, ihre Läden von außen anschauen zu lassen und in mancher Hinsicht zu verbessern. Hinzuschauen, was der Kunde braucht und wünscht ist sehr wichtig um den Bestand der Unternehmen zu sichern. Das Ziel für Gunzenhausen müsse sein, in Zukunft das aktivste Mittelzentrum in der Region zu werden. „Der Kunde ist das höchste Gut für die Unternehmen, deshalb muss Servicequalität gelebt werden“, fasst Markus Jocher zusammen. 

So soll unter anderem eine lange Einkaufsnacht, angereichert mit kulturellen Veranstaltungen in Gunzenhausen eingeführt werden.

Zurück