Bild: Stadt Gunzenhausen - Zentrum im Fränkischen Seenland - Stadt am Limes UNESCO-Welterbe - Staatlich anerkannter Erholungsort
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Limes - UNESCO Welterbe

Der Limeswachturm am Hinteren Schloßbuck

Der Limesverlauf
Bild: Der Limeswachturm am Hinteren Schloßbuck (computergenerierte Rekonstruktion)

Der Raetische Limes erreicht etwa 20 m westlich von hier seinen nördlichsten Punkt, bevor er nach Südosten biegt und in einem weiten Bogen zur Donau zieht.

Bestimmend dafür, den Limes so weit nach Nordosten zu führen, war vielleicht die gut gangbare Furt in der Altmühl bei Gunzenhausen, möglicherweise wollte man auch den markanten Höhenzug des Schloßbucks in das Reichsgebiet einbeziehen.

In einer ersten Ausbauphase stand an dieser Stelle ein Holzturm. Der Bau war umgeben von einer Holzpalisade, die ein Quadrat von 11 m Seitenlänge bildet. Bei den Grabungen der Reichs-Limeskommission 1887 konnte nur die Südostecke des Gebäudes untersucht werden: Zwei sich über Eck kreuzende Balken in horizontaler Lage waren innen und außen durch Reihen senkrecht stehender Holzpfähle eingefasst.

Der Befund erinnert an die sog. „Blockhäuser“, einen speziellen, nur an diesem Abschnitt des Raetischen Limes beobachteten Gebäudetyp: Kennzeichnend für diese quadratischen Bauten mit 7-8 m Seitenlänge war ein Unterbau, der als massiver Sockel aus Balkenwerk und Lehm rekonstruiert wurde. Über diesem befand sich wohl ein Oberbau aus Lehmfachwerk oder mit Lehm verputzten Holzriegelwänden.

In einer späteren Phase wurde das Blockhaus dann durch einen 5,15 x 3,80 m großen Steinturm ersetzt.

Bild: Grundrisse sog. „Blockhäuser“
Bild: Der Limeswachturm am Hinteren Schloßbuck (Standort)