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Der Steinturm am Osthang des Vorderen Schloßbucks wurde nachträglich in schiefem Winkel in die Limesmauer eingefügt. Neuere Ausgrabungen stellten das abgebrochene Fundament der Limesmauer unter der Nordecke des Turms fest. Er gehört damit einer späten Bauphase am Limes an, nach der Errichtung der Raetischen Mauer um 200 n. Chr. Hinweise auf einen älteren Turm fanden sich nicht. Die Orientierung des Turmes nach Nordosten lässt vermuten, dass er die Senke im Vorfeld der Grenze überwachen sollte.
Wie der benachbarte Turm am Westhang des Vorderen Schloßbucks war dieser Limeswachturm mit Abmessungen von 4,80 x 7,60 m ungewöhnlich groß. Beide Türme lagen an Limesdurchgängen. Der Grenzverkehr verlief damals scheinbar nicht entlang des sumpfigen, wohl schwer passierbaren Altmühltals, sondern über die Höhe des Schloßbucks. Zur Überwachung und Sicherung der Grenzübergänge wurden deshalb ungewöhnlich große und dicht beieinander liegende Steintürme erbaut. Um die notwendige Sichtverbindung zu dem benachbarten Turm zu gewährleisten, müssen die Türme wegen der starken Hangneigung mindestens 5 m hoch gewesen sein.
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