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Limes - UNESCO Welterbe

Römische Wachposten am Vorderen Schloßbuck (1)

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Der Limesverlauf
Bild: Die Limeswachposten am Vorderen Schloßbuck (von Westen) (computergenerierte Rekonstruktion)

Der Schloßbuck war bereits lange vor der Ankunft der Römer besiedelt, wie eine Ringwallanlage um das Plateau des Vorderen Schloßbucks aus dem 12./11. Jahrhundert v. Chr. und mehrere Grabhügel der Hallstattzeit (8./7. Jahrhundert v. Chr.) zeigen.

Als die Römer Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. den Limes durch die Region um Gunzenhausen führten, nutzten sie den markanten Höhenzug vermutlich als Richtpunkt für die Vermessung der westlich anschließenden Limeslinie. An der Westseite des Vorderen Schloßbuckplateaus errichteten sie einen Limeswachturm mit weitem Ausblick über das Altmühltal.

Mit Seitenlängen von 4,5 x 6,4 m ist dieser Steinturm größer als die meisten Wachtürme am Limes. Ungewöhnlich ist auch seine Zweiteilung durch eine Zwischenmauer. Möglicherweise besteht ein Zusammenhang zwischen dem besonderen Turmgrundriss und einem Limesdurchgang, der neben der Turmstelle lag. Alte Wegeverbindungen, die bereits vor der römischen Besetzung begangen wurden, kreuzten am Schloßbuck den Limes.

Ein weiterer Limesdurchgang mit großem Wachturm befand sich nur 160 m entfernt am Osthang des Vorderen Schloßbuck. Die Türme boten größeren Wachmannschaften zur Sicherung der Limesdurchgänge Platz.

Alamannisch-fränkische Fundstücke aus dem Steinturm deuten darauf hin, dass der westliche Turm nach dem Abzug der Römer in eine frühmittelalterliche Befestigung am Schloßbuck einbezogen wurde.

Bild: Plan des Limesturmes
Bild: Die Limeswachposten am Vorderen Schloßbuck
Bild: Die Limeswachposten am Vorderen Schloßbuck