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Limes - UNESCO Welterbe

Der Limesübergang über die Altmühl bei Gunzenhausen

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Der Limesverlauf
Bild: Der Limesübergang über die Altmühl bei Gunzenhausen (computergenerierte Rekonstruktion)

In römischer Zeit überquerte an dieser Stelle der Limes das Altmühltal.

Das Hauptbett der Altmühl lag damals etwa 100 m, ein kleiner Nebenarm weitere 50 m westlich des heutigen Flusslaufs.

Am Westufer des Hauptarmes wurde zur Überwachung des Flussübergangs ein 4 x 5,8 m großer Steinturm an die bereits bestehende Limesmauer angebaut. Unmittelbar hinter der Limesmauer verlief eine 4-5 m breite, gut ausgebaute römische Straße.

Über eine gepflasterte Furt erreichte sie das andere Ufer. Sie wurde von Wachtrupps und Grenzpatrouillen benutzt. Zugleich diente sie dem Verkehr zwischen den Kastellen Gunzenhausen und Gnotzheim.

Im Bereich der beiden Flussläufe unterbrach man die Palisaden- und später die Mauerführung und ersetzte sie durch andere, wasserdurchlässige Anlagen, um den Wasserdurchlauf zu gewährleisten. Das Erscheinungsbild dieser Konstruktionen ist bisher nicht geklärt. Bei den Ausgrabungen 1895-1898 kamen mehrere rechtwinklig zur Limeslinie verlaufende Pfahlreihen zutage, deren Deutung einige Schwierigkeiten bereitet.

Ein Pfahlrost aus Reihen dicht beieinander eingerammter Pfähle diente vielleicht als Unterbau für eine Sperranlage als Fortführung der Limesmauer.

Erst weitere archäologische Untersuchungen können hier Aufschluss geben.

Bild: Plan der Ausgrabungen in den Altmühlwiesen
Bild: Der Limesübergang über die Altmühl bei Gunzenhausen