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Reichspogramnacht 1938
ausgegrenzt. entrechtet. verfolgt.
Juden in Gunzenhausen und die Reichspogramnacht 1938.
Auch in Gunzenhausen wurden zahlreiche jüdische Familien Opfer der von den Nationalsozialisten und ihren Helfershelfern organisierten Terroraktion. Diesen Ereignissen, ihren Opfern und unseren ehemaligen jüdischen Mitbürgern zu gedenken ist Ziel dieser Dokumentation.
Die Publikation (Umfang 60 Seiten) kann beim Stadtarchiv Gunzenhausen gegen eine Unkostengebühr von 6,00 EUR zzgl. Porto bezogen werden.
Inhalt
Inhaltsverzeichnis
- Vom traditionellen Judenhass zum modernen Antisemitismus und Rassismus des 20. Jahrhunderts
- Jüdisches Leben in Gunzenhausen.
Von den Anfängen bis 1932
- Judenpolitik des Nationalsozialismus
- Chronologie der Entrechtung und Verfolgung - Die Situation der Juden in Gunzenhausen von 1933 bis 1938
- Reichspogromnacht
- Reichspogromnacht in Gunzenhausen und das Ende der jüdischen Kultusgemeinde
- Gunzenhausener Synagogen. Ein historischer Rückblick
- Die Synagoge am Hafnermarkt. Ein Bauwerk und sein Schicksal
- Shoa-Opfer aus Gunzenhausen
- Ein schwieriger Weg zur Versöhnung
Vorwort des Ersten Bürgermeisters Joachim Federschmidt
Vorwort
Jahrestagen zu gedenken, die besondere geschichtliche Bedeutung besitzen hat Tradition.
Ein ehrlicher und kritischer Rückblick auf die eigene Geschichte verpflichtet dazu, auch Jahrestage von Ereignissen in dunklen Zeiten in besonderer Weise in Erinnerung zu rufen.
Am 9. November 2008 jähren sich die Ereignisse der Reichspogromnacht zum siebzigsten Mal. Es war die Nacht, in der die systematische Judenverfolgung für jeden sichtbar wurde. Jene Nacht, in der der Staat selbst begann, Gewalt gegen seine Mitbürger anzuwenden. Die Nacht, in der der Genozid begann.
Auch in Gunzenhausen wurden zahlreiche jüdische Familien, die seit Generationen Teil der städtischen Gemeinschaft waren, die sich in vielfältiger Weise einbrachten und wesentlich zur wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung unserer Stadt beitrugen, Opfer der von den Nationalsozialisten und ihren Helfershelfern organisierten Terroraktion.
Diesen Ereignissen, ihren Opfern und unseren ehemaligen jüdischen Mitbürgern zu gedenken ist Ziel dieser Dokumentation. Bereits 20 Jahre zuvor war vom SPD-Ortsverein Gunzenhausen eine ähnliche Broschüre erarbeitet worden, die einen Grundstein für weitere Recherchen zu dieser Publikation legte.
Den beiden Autoren, Werner Mühlhäußer und Monika Wopperer, gilt an dieser Stelle Dank für die vielen arbeitsreichen Stunden, die die Herausgabe dieses Heftes ermöglichten.
Der 9. November ist ein Tag des "Nie wieder". Dazu gehört Wachsamkeit in der Wahrnehmung gesellschaftlicher Entwicklungen und das Engagement jedes Einzelnen, damit Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus in unserem Lande nie wieder die Oberhand gewinnen. Dieser Auftrag an uns alle ist der Grund, warum wir jedes Jahr am 9. November zusammenkommen.
November 2008
Joachim Federschmidt, Erster Bürgermeister
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