Bild: Stadt Gunzenhausen - Zentrum im Fränkischen Seenland - Stadt am Limes UNESCO-Welterbe - Staatlich anerkannter Erholungsort
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- Berühmte Gunzenhäuser -
Akiba Bär
Hermann von Bezzel
Georg Andreas Böckler
Johann Heinrich Böckler
Heinrich Eidam
Johann Heinrich Frauenknecht
Eppelein von Gailingen
Andreas Goldmayer
Michl Hertlein
Ernst Lechner
Carlo Loos
Johann Friedrich Salomon Lutz
Simon Marius
Heinrich Marzell
Andreas Osiander
Wilhelm Stählin
Heinrich Stephani
Carl Friedrich von Zocha
Heinrich Marzell
geb.23.1.1885i n München
gest. 20.11.1970 in Erlangen

Natur- und Volkskundler. Verfasser folgender Werke: Wörterbuch der deutschen Pflanzennamen, Neues illustriertes Kräuterbuch oder Geschichte und Volkskunde der deutschen Heilpflanzen. Marzell ruft 1921 den Gunzenhäuser Heimat-Boten als Beilage der Tageszeitung ins Leben. Erhält 1953 die Leibnitzmedaille der Deutschen Akademie der Wissenschaften, wird 1959 Ehrenmitglied der Bayer. Landesstelle für Volkskunde und bekommt die Medaille ‚Bene Merenti’ der Bayer. Akademie der Wissenschaften verliehen. 1960 Ehrenbürger Gunzenhausens.

Andreas Osiander
geb.19.12.1498 in Gunzenhausen
gest.17.10.1552i n Königsberg
Theologiestudium in Ingolstadt. 1520 Priesterweihe in Eichstätt, dann Hebräischlehrer am Augustinerkloster zu Nürnberg, wo er mit Luthers Lehre in Berührung kommt. Aufgrund seiner reformatorischen Gesinnung 1522 Berufung als Prediger an die Lorenzkirche. Osianders Einsatz um Durchführung des Abendmahls in beiderlei Form, Ausarbeitung der Leitartikel zum Nürnberger Religionsgespräch als Grundlage zur Einführung der Reformation in der Reichsstadt und Beteiligung am Aufbau einer evangelischen Kirchenordnung sind ausschlaggebend für seine herausragende Stellung als Reformator. Die Entscheidung des Rates, eine dem kaiserlichen ‚Augsburger Interim’ entsprechende Gottesdienstordnung einzuführen, veranlassen Osiander 1548, einem Ruf Herzog Albrechts von Preußen als Professor der theologischen Fakultät nach Königsberg zu folgen. Dort sind seine letzten Lebensjahre geprägt von zahlreichen theologischen Auseinandersetzungen, die als ‚Osiandrischer Streit’ in der Geschichte bekannt werden.
Wilhelm Stählin
geb.24.9.1883 in Gunzenhausen
gest. 16.12.1975 in Prien
Theologiestudium in Erlangen, Rostock, Berlin. Pfarrer in Egloffstein und Nürnberg. Enge Bindung an die beiden großen Nürnberger Prediger Geyer und Rittelmeyer; dadurch Orientierung zur Religionspsychologie und Promovierung zum Dr. phil. an der Würzburger Universität 1925 ordentlicher Professor für Praktische Theologie in Münster. 1945-1952 Landesbischof von Oldenburg.