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Agenda21  
   
   


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Fragebogen der Agenda 21 ist ausgewertet

Freie Fahrt für Radler in Gunzenhausen

Die Agenda 21 Mitglieder hatten einen Fragebogen entwickelt, mit der Absicht, die Stimmung der Bevölkerung und die der Urlauber bezüglich des Radfahrkomforts in und um Gunzenhausen zu erfahren.


Vor diesem Hintergrund entwickelten die Agenda 21 Mitglieder einen Fragebogen, um heraus zu finden, wie wohl sich der Radfahrer in Gunzenhausen fühlt. Die Aussagen sollen dann Grundlage sein, um in Gunzenhausen die Verkehrssituation für Radfahrer weiterhin zu verbessern. Natürlich sind nicht nur die Bürger Gunzenhausens angesprochen, auch die Meinung und Erfahrung der Urlauber und Gäste ist für die Bestandsaufnahme von großer Bedeutung.

Im Oktober 2008 werteten die Agenda 21 Mitglieder die umfangreichen Fragebögen aus.

Die Antworten zu den 22 Fragen, die sich

  • A mit dem Fahrrad- und Verkehrsklima,
  • B mit der Sicherheit beim Radfahren,
  • C mit dem Komfort des Radfahrens,
  • D mit dem Stellenwert des Radverkehrs und
  • E mit der Infrastruktur und dem Radwegenetz

in Gunzenhausen beschäftigten, gaben aufschlussreiche Auskunft über die Situation in Gunzenhausen.



A Fahrrad- und Verkehrsklima

Auf die Frage, ob Radfahren in Gunzenhausen Spaß mache, antworteten die meisten Probanden mit ja. Viele waren ferner der Meinung, dass Radfahrer als Verkehrsteilnehmer akzeptiert werden.

Nach Ansicht der Befragten sind in Gunzenhausen alle Alters- und Bevölkerungsgruppen mit dem Rad unterwegs. Auf die Aussage „Bei uns wird viel für das Radfahren geworben“ gingen die Meinungen auseinander, auffallend viele sagten: „eher nicht“.


B Sicherheit beim Radfahren

Auf die Frage, wie sicher sich man sich als Radfahrer in Gunzen-hausen fühlt, fielen die Antworten doch sehr unterschiedlich aus.

Hier zeigten die Antworten, dass Handlungsbedarf besteht. Die Antworten auf die Fragen „Sind Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern selten?“ und „Sind Konflikte zwischen Radfahrern und Autofahrern selten? zeigten, dass es durchaus zu Konflikten zwischen den einzelnen Verkehrsteilnehmern kommt.

Auch die These „Bei uns gibt es keine Hindernisse auf Radwegen“ wurde kontrovers diskutiert. Es wurde moniert, dass Plakatständer, Laternen und Parkuhren „manchmal im Weg stehen“.

Zum Thema „Fahrraddiebstahl“ äußerten sich viele Probanden negativ, da sie davon ausgehen, dass bei uns Fahrräder oft gestohlen werden.


C Komfort des Radfahrens

Auf die Frage, ob die Radwege und Radstreifen in Gunzenhausen angenehm breit sind, fielen die Antworten auffallend unterschiedlich aus.

Die Frage: „Findet man bei uns überall an der Straße geeignete Fahrradständer?“ beantworteten die Befragten überwiegend mit „eher nicht“.

Auf die Frage, „Kann man Fahrräder einfach und preiswert in öffentlichen Verkehrsmitteln mitnehmen?“, äußerten sich sehr vielen Probanden, dass es eher schwierig und / oder zu teuer sei.


D Stellenwert des Radverkehrs

Die Antworten der Befragten zeigte eindeutig, dass ihrer Meinung nach für Radfahrer in jüngster Zeit zu wenig getan wurde. Nach Einschätzung der Befragten, überwacht die Stadt Falschparker ziemlich konsequent.

Mit der Ampelschaltung und deren Abstimmung auf Radfahrern sind viele zufrieden.


E Infrastruktur und Radwegenetz

"Bei uns ist das Stadtzentrum gut mit dem Fahrrad zu erreichen“ Mehr als die Hälfte der Befragten bestätigten diese These. Diese große Zustimmung teilten aber nicht alle Probanden.

Für Bewohner des Ortsteils Pflaumfeld ist das Stadtzentrum alles andere als gut zu erreichen. Auf die Frage, ob man zügig und direkt Rad fahren kann, antworteten viele mit „Ja, trifft zu!“.

Bezüglich der Einbahnstraßen, die in Gegenrichtung für Radfahrer offen sind, äußerten sich viele mit der gegenwärtigen Regelung zufrieden.

Zahlreiche Probanden waren der Meinung, dass man sich doch recht gut an den Wegweisern für Radfahrer orientieren könne.

Die Antworten auf die Frage: „Sind die Ortsteile unserer Stadt sicher und bequem mit dem Rad zu erreichen?“, fielen signifikant unterschiedlich aus. Fast alle Stadtteile sind bequem und sicher zu erreichen, so die Aussage der Befragten.

Die große Ausnahme stellt jedoch Pflaumfeld dar. Mit der Anbindung zum Altmühlsee und zum Brombachsee waren fast alle Befragten zufrieden.


Eigene Ideen, Anregungen und Verbesserungsvorschläge

Zahlreiche Befragten nutzten die Möglichkeit, abschließend eigene Ideen, Anregungen und Verbesserungsvorschläge anzumerken. Diese Anmerkungen sammelten die Agenda 21 Mitglieder und stellten eine Prioritätenliste

  • a für Maßnahmen, die für besonders wichtig oder kurzfristig mit eher wenig Mitteln umsetzbar sind und
  • b für Maßnahmen, die von einem größerem Umfang sind bzw. langfristig umzusetzen sind,

zusammen. Diese Prioritätenliste legten die Agenda 21 Mitglieder anschließend der Verwaltung zur „Sichtung“ vor.

In Zusammenarbeit mit dem Hauptamt, dem Ordnungsamt, dem Stadtbauamt und der Polizeiinspektion Gunzenhausen wurde jeder Punkt intensiv diskutiert.

Abschließend legte die Verwaltung eine sehr umfangreiche Stellungnahme dazu ab. Erfreulicherweise wurden bereits einige Anregungen in die Tat umgesetzt oder in die Planung aufgenommen.

Auf der Prioritätenliste stand an erstes Stelle die Nürnberger Straße. Hier merkte Stadtbaumeister Holger Bierbaum an, dass im Jahr 2010, nach der Verlegung der Versorgungsleitungen (SWG) Radfahrschutzstreifen angebracht werden.

Die Anlage einer Überquerungshilfe unmittelbar nach dem Bahnübergang ist bereits abgeschlossen. Ferner wurden in der Industriestraße „versuchsweise“ einige Bordsteinkanten gekappt.

Laut Aussage des Stadtbauamtes erweist sich diese Maßnahme nicht als wirklich praktikabel. Daher wurden für das Haushaltsjahr 2010 und fortlaufend Mittel für die Tieferlegung von Bordsteinen im Zuge von Baumaßnahmen eingestellt.

Der dritte Punkt auf der Prioritätenliste für Maßnahmen, die besonders wichtig und dringlich erscheinen, beschäftigt sich mit der Verbindung zwischen Pflaumfeld und Gunzenhausen.

Ein erster Schritt wird im Zuge der Dorferneuerung erfolgen, nämlich ein hydraulisch gebundener Radweg zwischen Steinacker und Pflaumfeld. Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen erstellt derzeit ein „Radwegekonzept“. Hier wird unter anderem die Verbindung von Pflaumfeld über Aha nach Gunzenhausen, hier muss der Radfahrer auf der Kreisstraße fahren, geprüft.

Punkt 4 auf der Prioritätenliste der kurzfristig umsetzbaren Ziele weist auf die zum Teil ungenehmigten Plakatständer, die immer wieder auf dem kombinierten Fuß- und Radweg entlang der Oettinger Straße zu finden sind. Hier wird das Ordnungsamt im Rahmen ihrer Möglichkeiten verstärkt Kontrollen durchführen.

Ebenso verursachen Bäume und Sträucher an Radwegen immer wieder für Unmut, da sie nicht selten für die Verkehrsteilnehmer Gefahren darstellen. Auch hier wird das Ordnungsamt verstärkt kontrollieren. Dennoch richtet sich der Appell an die Grundstücksbesitzer, dass jeder einzelne Eigenverantwortung übernehmen soll!

Ein weiteres Anliegen ist die Markierung von Radwegen. Die Ver-waltung wird prüfen, an welchen Straßenzügen ein farbiger Fahr-bahnbelag möglich ist und wird dies dann umsetzen.

Auch die zum Teil unbefriedigende Situation der Abstellplätze für Fahrräder wurde diskutiert. Hier weist die Verwaltung auf ein bereits bestehendes Fahrradständerkonzept hin, das nur noch umgesetzt werden muss.

Prioritätenliste für größere und langfristiger Maßnahme

Die Prioritätenliste für größere und langfristiger Maßnahmen wird von dem Punkt: Weißenburger Straße / Färberturm / Saumarkt / Sonnenstraße angeführt.

Die momentane Situation sieht folgender Maßen aus: Kraftfahrzeugverkehr ist in beiden Richtungen zugelassen; lediglich am Ende der oberen Weißenburger Straße in Höhe des Cafés „Am Wehrgang“ wird das Einfahren von Kraftfahrzeugen verboten, aber den Radfahren erlaubt.

Da das Platzangebot an dieser neuralgischen Stelle für „einfahrende“ Radfahrer sehr begrenzt ist, kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen und auch zu gefährlichen Situationen zwischen Autofahrern und Radfahrern.

Schon allein das Einhalten des § 1 der Straßenverkehrsordnung (gegenseitige Rücksichtsnahme) und das Aufmarkieren eines Fahrrades, das dem Autofahrer beim Abbiegen die besondere Verkehrsregelung signalisiert, könnte schnell und mit sehr wenig Mitteln die umstrittene Situation entspannen.

Agenda 21 Mitglieder Jürgen Huber, Ingrid Pappler, Julia von Le Suire, Friedrich Elterlein und Hans und Ulrike Auinger beim Auswerten der Fragebögen

Ansprechpartner


Stadt Gunzenhausen
- Agenda 21 -
Ingrid Pappler

Marktplatz 23
91710 Gunzenhausen

Tel.: 09831 - 508 113
pr.: 09831 - 3131
Fax.: 09831 - 508179

agenda21@gunzenhausen.de

Download
Abschlussbericht
vom 16.10.2009


Auswertung der Fragebögen

Vollständige Prioritätenliste

Ausführliche Stellungnahme

Fragebogen (pdf)